Pflege zu Hause: Das sollten Sie wissen

Unsere Checkliste für pflegende Angehörige

Die Betreuung von Senioren, behinderten Personen oder anders pflegebedürftigen Menschen im eigenen Zuhause birgt viele Vorteile für die betroffene Person und ihre Familie. Dazu zählen eine höhere Eigenständigkeit, mehr Freiheit und die vertraute Umgebung im Umfeld der Liebsten. Allerdings stellt die häusliche Pflege auch einige Herausforderungen an alle Beteiligten. Über diese sollten Sie sich als Angehörige vorher gründlich informieren, um aus der häuslichen Pflege eine möglichst schöne Erfahrung für beide Parteien zu machen.
Um Ihnen dabei zu helfen, haben wir eine untergliederte Checkliste erstellt, die grundlegende Voraussetzungen für eine gute Pflegesituation im eigenen Zuhause aufzeigt.

1) Die Wohnsituation

Je mehr Sie die Wohnräume an die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen anpassen, desto mehr Eigenständigkeit bleibt erhalten. Denn je öfter die pflegebedürftige Person selbstständig Aufgaben übernimmt, desto stärker werden Selbstbewusstsein und Mobilität gefördert. Hier ein paar Beispiele, welche Faktoren Sie im Vorhinein klären sollten:

Barrierefreies Wohnen:
• Sind die Türen in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus weit genug, dass auch ein Rollstuhl oder Rollator hindurch passen kann?
• Benötigen Sie eine ebenerdige Dusche?
• Wenn Änderungen nötig sind: Dürfen Sie die Wohnräume umbauen und wie viel Geld können Sie dafür aufbringen? Ist vielleicht sogar ein Umzug nötig?

Hilfsmittel:
• Benötigt die pflegebedürftige Person Hilfe bei der Fortbewegung, wie etwa einen Rollstuhl oder Rollator?
• Ist ein Toilettenstuhl oder eine Sitzerhöhung notwendig?
• Brauchen Sie feste technische Hilfssysteme, wie etwa einen Badewannen- oder Treppenlift?
• Soll die Person auch alleine zu Hause bleiben können und benötigt daher ein Hausnotrufsystem?

2) Betreuungssituation

Welche angehörige Person möchte sich um den Pflegebedürftigen kümmern und wie viel Zeit will sie dafür aufwenden? Diese Frage ist zentral, um weitere Schritte, wie die Hilfe eines Pflegedienstes, zu planen. Um nicht böse überrascht zu werden, sollten Sie sich mit folgenden Punkten auseinandersetzen:

• Soll die Pflege zwischen einem Mitglied der Familie und einer Betreuungsperson / einem Pflegedienst aufgeteilt werden?
• Wenn nicht, kann, möchte und muss die pflegende Person ihren Beruf aufgeben und ist sie bereit ihr Leben grundlegend zu ändern?
• Wenn nicht, wie viel Pflegeaufwand soll die Betreuungsperson leisten?
Unsere Pflegekräfte sind sowohl stundenweise als auch rund um die Uhr für Sie da. Wenn Sie sich noch unsicher sind, inwieweit Sie die Verteilung der Pflege gestalten möchten, beantworten wir Ihnen gerne alle Fragen im Rahmen einer Beratung.

3) Rechtliches

Damit Sie im Namen Ihres pflegebedürftigen Angehörigen handeln können, benötigen Sie auf jeden Fall eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. Den Umfang der Verfügung sollten Sie direkt zu Beginn klären, da Sie unter Umständen sehr wichtige Entscheidungen treffen müssen und Krankenhäuser, Ärzte oder Banken Ihnen ohne Vollmacht auch keinerlei Auskünfte geben dürfen. Weitere rechtlich relevante Fragen sind:

• Welcher Pflegegrad ist vorhanden und ist dieser noch aktuell?
• Gibt es einen Schwerbehindertenausweis?
• Besteht eine Mitgliedschaft in Verbänden, die rechtliche Hilfeleistung stellen, wie etwa der Verband der Kriegsversehrten?
• Welche Kosten übernimmt die Pflegeversicherung?

4) Soziales

Bei einer Pflegebedürftigkeit kann es schnell dazu kommen, dass das Sozialleben durch den eingeschränkten Handlungsspielraum leidet. Damit das nicht passiert, ist es sinnvoll, schon im Vorhinein dahin gehende Regelungen zu treffen.

• Gibt es Familienmitglieder oder Freunde, die sich bereit erklären, die pflegebedürftige Person auf regelmäßiger Basis zu besuchen oder eine bestimmte Aktivität auszuführen?
• Gibt es Vereine oder andere Angebote in Ihrer Umgebung, die dem Pflegebedürftigen ein regelmäßiges Hobby ermöglichen, das auf seine Voraussetzungen zugeschnitten ist (bspw. Rollstuhlbasketball)?

Sollten derartige Angebote bestehen, macht es Sinn, die sozialen Aktivitäten in einem Plan festzuhalten, um Struktur und Konstanz in den Alltag der Person zu bringen. Dieser Aspekt wird häufig unterschätzt, steigert die Lebensqualität und das Selbstbewusstsein der Betroffenen aber enorm. Aus diesem Grund versuchen unsere professionellen Pflegekräfte immer, auch das soziale Leben der Person zu gestalten.

Sie hätten gerne weitere Informationen?

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch zu den Möglichkeiten, die Sie durch unsere professionellen Betreuungskräfte in der häuslichen Pflege haben. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir behandeln Ihre Anfrage garantiert vertraulich und antworten Ihnen in kürzester Zeit.

Quelle: Pflege durch Angehörige

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